KategorieSachgebiet C

C-125: Welche Einstellung wählen Sie bei einem variablen Zielfernrohr für den Schuss auf flüchtiges Schalenwild ?

Worum geht es hier ?

Man wählt die geringste Vergrößerung. Bei einer starken Vergrößerung ist es kaum möglich, der schnellen Bewegung des Wildes zu folgen.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Die geringste Vergrößerung

Beispiele für falsche Antworten:

  • Die stärkste Vergrößerung
  • Mindestens eine 4fache Vergrößerung

C-124: Bis zu welcher Entfernung reicht die Schusspräzision von Flintenlaufgeschossen aus, um sie auf Frischlinge bei Beachtung der Waidgerechtigkeit verwenden zu können?

Worum geht es hier ?

Die Meinung hierzu ist nicht ganz einheitlich. Im allgemeinen geht man aber von einer Distanz von max. 50m aus. Besonders im US-amerikanischen Raum liest man immer wieder von bis zu 100m, diese werden aber nur mit speziellen „Flinten“ mit gezogenem Lauf erreicht.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Ca. 50m

Beispiele für falsche Antworten:

  • Bis zu 30m (Schrot)
  • Bis zu 1500m

C-123: Welche zwingende Vorschrift enthält die Unfallverhütungsvorschrift „Jagd“ über das Schießen mit Büchsen- oder Flintenlaufgeschossen in das Treiben hinein?

Worum geht es hier ?

Die UVV Jagd nennt in §4 folgende Vorschrift:

(8) Mit Büchsen- oder Flintenlaufgeschossen darf nicht in das Treiben hineingeschossen werden. Ausnahmen kann der Jagdleiter nur unter besonderen Verhältnissen zulassen, sofern hierdurch eine Gefährdung ausgeschlossen ist.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Es darf nicht in das Treiben hineingeschossen werden
  • Der Jagdleiter kann Ausnahmen zulassen

Beispiele für falsche Antworten:

  • Die UVV Jagd enthält hierzu keine Vorschrift
  • Der Schuss ins Treiben ist nur erlaubt, wenn die Treiber Warnkeleidung tragen

C-122: Zu welchen der nachgenannten Zwecke darf ein Jäger seine Faustfeuerwaffe gebrauchen, wenn die Mündungsenergie der verwendeten Geschosse unter 200 Joule liegt?

Worum geht es hier ?

Das Bundesjagdgesetz sagt in §19 aus, dass es verboten ist:

„auf Wild mit Pistolen oder Revolvern zu schießen, ausgenommen im Falle der Bau- und Fallenjagd sowie zur Abgabe von Fangschüssen, wenn die Mündungsenergie der Geschosse mindestens 200 Joule beträgt;“

Anders formuliert:

Eine Kurzwaffe mit weniger als 200 Joule Mündungsenergie kann jagdlich überhaupt nicht eingesetzt werden.

Bei einer Mündungsenergie von mindestens 200 Joule kann die Waffe jagdlich eingesetzt werden, aber nur für den Fangschuss und in der Bau- und Fallenjagd.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Zum Wettkampf- und Übungsschießen

spiele für falsche Antworten:

  • Für Fangschüsse
  • Für die Jagd auf Niederwild bei geringer Distanz
  • Zu Jagdschutzzwecken
  • Für die Bau- und Fallenjagd

C-121: Darf der Inhaber eines Jahresjagdscheines seine Schonzeitbüchse Kal. .22 lfB innerhalb seines Wohngrundstückes, das mit einer 2 m hohen Mauer umgeben ist, anschießen?

Worum geht es hier ?

Nein, denn im befriedeten Bezirk wird nicht geschossen. Zwar gibt es im Waffengesetz eine Ausnahme im §12, die aber nur Waffen bis 7,5 Joule Geschossenergie betrifft. Zum Vergleich: Ein Büchse zum Schuss auf Schalenwild muss mindesten 2000 Joule haben (außer Rehwild und Seehunde). Für den Jäger ist die Regel daher nicht relevant.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Nein

Beispiele für falsche Antworten:

  • Ja, da er der Inhaber des Hausrechts ist
  • Ja, denn auf eigenem Grund und Boden gilt das Waffengesetz nicht

C-120: Von welchem der nachgenannten Kaliber bei gleicher Schrotgröße enthält eine Schrotpatrone die meisten Schrotkörner?

Worum geht es hier ?

Je größer der Durchmesser der Patrone, desto mehr Schrote passen hinein. Dabei ist der Durchmesser umso größer, je kleiner die Kaliberangabe ist. Also: 12er Kaliber hat am meisten Schrote, 16er hat weniger, 20 noch weniger.

Beispiele für richtige Antworten:

  • 12/70 (Achtung, Erläuterung lesen)

Beispiele für falsche Antworten:

  • 20/70 (Achtung, Erläuterung lesen)

C-119: Darf ein Revierinhaber vor Aufgang der Bockjagd in seinem Jagdrevier seine Repetierbüchse anschießen?

Worum geht es hier ?

Ja, das ist erlaubt. Das Gesetz lässt bis zu 5 Kontrollschüsse zu.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Ja, es dürfen bis zu 5 Kontrollschüsse abgegeben werden

Beispiele für falsche Antworten:

  • Nein
  • Nur wenn es sich um einen befriedeten Bezirk handelt
  • Nur im Wildgatter

C-118: Welche Faktoren beeinflussen im Wesentlichen die Flugbahn eines Büchsengeschosses?

Worum geht es hier ?

Es gelten die gleichen Regeln wie für Geschosse allgemein, siehe Frage C-20. Die wichtigsten Einflussgrößen sind dabei Erdanziehung und Luftwiderstand.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Erdanziehung
  • Luftwiderstand

Beispiele für falsche Antworten:

  • Die Trefferlage
  • Das im Zielfernrohr verwendete Absehen
  • Die Dralllänge

C-117: Darf mit einer Flinte Schalenwild erlegt werden?

Worum geht es hier ?

Das Bundesjagdgesetz verbietet den Schuss mit Schrot auf Schalenwild. Nicht verboten ist allerdings die Verwendung von Flintenlaufgeschossen, die ebenfalls aus Flinten verschossen werden. Daher darf mit der Flinte Schalenwild erlegt werden.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Ja, bei Verwendung von Flintenlaufgeschossen

Beispiele für falsche Antworten:

  • Das hängt von der Schrotgröße ab
  • Nur wenn große Schrote (Posten) verwendet werden

C-116: Was ist waffentechnisch unter dem Begriff „Schränkung“ zu verstehen?

Worum geht es hier ?

Siehe auch Frage C-83: Die Schränkung ist eine bewusste seitliche Abweichung des hinteren Schaftes von der Visierlinie. Sie dient der Anpassung der Waffe an den Schützen und ist vor allem bei Flinten wichtig, hier gilt „der Lauf zielt, der Schaft trifft“.

Beispiele für richtige Antworten:

  • Eine erwünschte seitliche Abweichung des Schaftes von der Visierlinie

Beispiele für falsche Antworten:

  • Die Ausrichtung der einzelnen Läufe in einem Laufbündel
  • Die Abweichung vom Treffpunkt bei einem schräg verkanteten Gewehr